Softskills im Systems Engineering – Arbeitskreis SE Februar 2019

Stellen Sie sich einen Systems Engineer vor, der sich mit Technik super auskennt, der Methoden, Tools und Prozesse beherrscht. Der ist eigentlich perfekt. Doch ihm fehlt eine Kleinigkeit. Nichts wirklich handfestes. Es ist fast schon schwer zu erklären. Ihm fehlen die Softskills. Jammern auf hohem Niveau – immerhin versteht er sein Handwerk? Wie schlimm kann es im Zeitalter des Fachkräftemangels schon sein, wenn jemand in einem Bereich, für den es noch nicht einmal einen deutschen Begriff gibt, Schwächen hat? Genau auf diese Frage möchte ich mit einem Zitat als Gegenfrage antworten.

A systems engineer … transfers the customer’s mindset and his recognition of the system behavior to the members of the engineering team. Wouldn’t such a capability rely much more on soft skills than mastership of tools and processes?
(Quelle: Siemens Mobility, 2018)

Aus meiner Sicht sind es oft gerade die Softskills, die über Sieg oder Niederlage entscheiden. Und es ist auch der Bereich, bei dem es am schwierigsten ist ein Defizit zu erkennen und zu beheben. Fehlt jemandem Know-how beim Requirements Engineering, so kann man das Problem schnell lösen. Ein Buch lesen, eine Schulung besuchen und nach und nach Reviews von Anforderungen durchführen. Schon wird die Qualität der Anforderungen besser. Gleiches gilt auch für eine Modellierungssprache oder die Benutzung von Werkzeugen. Das alles ist relativ einfach handhabbar. Bei Softskills sieht es da schon ganz anders aus. Das kann man nicht einfach nachschulen. Oft ist es nicht einfach zu identifizieren, wo das Problem überhaupt liegt. Meine Empfehlung ist es, sich hier einen Mentor zu suchen, der einem bei der Projektarbeit über die Schulter blickt und Einblicke gewinnt, was man verbessern kann. Softskills sind ein weites Feld. Und was für den einen ganz einfach ist, stellt für einen anderen ein Problem dar. In einer klassischen Schulung käme man überhaupt nicht darauf, wo das Problem liegt. Das zeigt sich erst im realen Projekt, wenn jemand das ganze von außen als Beobachter wahrnimmt.  Meine These ist daher: Wer seine Softskills verbessern will, der muss daran arbeiten und sich einen Mentor bzw. einen Beobachter ins Projekt holen :-)

Ihr Ansprechpartner:

Dipl.-Ing. Goran Madzar, Gesellschafter, Senior Systems Engineer 
E-Mail: madzar@medtech-ingenieur.de
Tel.:  +49 9131 691 240
 

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Veranstaltungstipp VDI Arbeitskreis Systems Engineering (AK-SE) in Erlangen

Wer Interesse an dem Thema hat, dem empfehle ich auch unseren Arbeitskreis Systems Engineering am 28.02.2019 in Erlangen. Hier geht es um das Thema Softskills im Bereich Systems Engineering. Das ganze findet bei uns im Hause ab 17:30 Uhr statt und ist wie immer kostenlos. Die Teilnehmerzahl ist aber begrenzt. Es wird eine Keynote von Siemens geben und anschließend finden vier Sessions im Barcamp Format statt. Für Essen und Getränke ist natürlich gesorgt. Mehr Informationen und zur Anmeldung geht es unter dem folgenden Link bei Xing:

Nicht mehr anmelden!
Der Arbeitskreis Systems Engineering hat am 28.02.2019 stattgefunden und war ein voller Erfolg!

https://www.xing.com/events/softskills-systems-engineering-arbeitskreis-systems-engineering-02-2019-2034053

Softskills sind ein Thema, bei dem man nie auslernt und wo es denke ich, auch Spaß macht, sich zu verbessern. Ich freue mich den einen oder anderen Leser des Blogs bei unserem AK-SE zu begrüßen.

Viele Grüße

Goran Madzar

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Goran Madzar

Seit Mai 2007 bin ich zusammen mit meinem Kollegen Martin Bosch selbständig. Unser Standort ist im Innovations- und Gründerzentrum in Erlangen. Hier entwickeln wir für Kunden in der Medizintechnik mit unseren Mitarbeitern Lösungen für die Produkte von Morgen.

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