{"id":13598,"date":"2026-10-22T08:06:14","date_gmt":"2026-10-22T06:06:14","guid":{"rendered":"https:\/\/medtech-ingenieur.de\/?p=13598"},"modified":"2026-10-19T12:35:01","modified_gmt":"2026-10-19T10:35:01","slug":"medizintechnik-design-for-reliability","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/medtech-ingenieur.de\/en\/medizintechnik-design-for-reliability\/","title":{"rendered":"Design for Reliability: How we design medical hardware for long-term reliability"},"content":{"rendered":"<p>Ein Prototyp funktioniert. Das Ger\u00e4t startet, die Elektronik arbeitet wie vorgesehen und der erste Test ist erfolgreich. Damit ist die Entwicklung allerdings noch lange nicht abgeschlossen.<br \/>Denn bei einem Medizinprodukt reicht es nicht aus, dass ein Ger\u00e4t heute funktioniert. Es muss seine vorgesehenen Funktionen auch unter den definierten Bedingungen zuverl\u00e4ssig \u00fcber die gesamte Nutzungsdauer erf\u00fcllen.<br \/>This is exactly where it starts <strong>Design for Reliability<\/strong> to.<br \/>Zuverl\u00e4ssigkeit entsteht nicht erst beim abschlie\u00dfenden Test. Sie beginnt bereits bei der Entwicklung \u2013 mit den Anforderungen, der Auswahl der Komponenten und der Frage, welchen Belastungen das sp\u00e4tere Produkt tats\u00e4chlich ausgesetzt sein wird.<span><img decoding=\"async\" alt=\"\" data-id=\"13636\" width=\"900\" data-init-width=\"1920\" height=\"506\" data-init-height=\"1080\" title=\"Design for Reliability Medical Technology\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/medtech-ingenieur.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Design-for-Reliability-Medizintechnik.png\" data-width=\"900\" data-height=\"506\" style=\"aspect-ratio: auto 1920 \/ 1080;\"\/><\/span><\/p>\n<h2>Funktionieren \u2260 Zuverl\u00e4ssig<\/h2>\n<p>Ein einzelner erfolgreicher Funktionstest sagt zun\u00e4chst wenig \u00fcber die langfristige Zuverl\u00e4ssigkeit eines Produkts aus. Ein Ger\u00e4t kann im Labor einwandfrei funktionieren und trotzdem Schwachstellen besitzen, die erst nach l\u00e4ngerer Nutzung sichtbar werden.<br \/>Ein Steckverbinder kann durch starke oder ungew\u00f6hnliche Bewegungen belastet werden. Eine Leiterplatte kann mechanischen Spannungen ausgesetzt sein. Ein Bauteil kann sich erw\u00e4rmen oder \u00fcber viele Temperaturzyklen hinweg belastet werden.<br \/>Deshalb stellen wir bei der Entwicklung nicht nur die Frage:<strong>\u201eFunktioniert das Produkt?\u201c<\/strong><br \/>Sondern auch:<strong>\u201eWas k\u00f6nnte dazu f\u00fchren, dass es irgendwann nicht mehr funktioniert?\u201c<\/strong>Diese Perspektive ver\u00e4ndert die Entwicklung.<\/p>\n<h2>Reliability beginnt beim Design<\/h2>\n<p>Viele Faktoren, die sp\u00e4ter die Lebensdauer eines Produkts bestimmen, werden bereits w\u00e4hrend der Konstruktion festgelegt.<br \/>These include, for example:<\/p>\n<ul>\n<li>Die Auswahl elektronischer und mechanischer Komponenten<\/li>\n<li>Die elektrische Auslegung<\/li>\n<li>Das thermische Design<\/li>\n<li>Mechanische Belastungen<\/li>\n<li>Steckverbindungen und Kabel<\/li>\n<li>Geh\u00e4use und Schnittstellen<\/li>\n<li>Tolerances<\/li>\n<li>Fertigungsprozesse<\/li>\n<li>Umgebungsbedingungen<\/li>\n<li>Die vorgesehene Nutzung<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das bedeutet: Zuverl\u00e4ssigkeit l\u00e4sst sich nicht einfach am Ende des Projekts \u201ehineintesten\u201c.Tests k\u00f6nnen zeigen, ob ein Produkt bestimmte Anforderungen erf\u00fcllt. Die Grundlage daf\u00fcr wird aber bereits w\u00e4hrend der Entwicklung geschaffen.<\/p>\n<p><\/p>\n<h2>Welche Belastungen muss ein Medizinprodukt aushalten?<\/h2>\n<p>Um zuverl\u00e4ssige Hardware zu entwickeln, m\u00fcssen wir zun\u00e4chst verstehen, was im sp\u00e4teren Einsatz tats\u00e4chlich passiert. Ein Medizinprodukt kann je nach Anwendung ganz unterschiedlichen Belastungen ausgesetzt sein.<\/p>\n<h5>Thermische Belastungen<\/h5>\n<p>Elektronische Komponenten erzeugen W\u00e4rme. Gleichzeitig k\u00f6nnen Ger\u00e4te in unterschiedlichen Umgebungstemperaturen betrieben werden. Temperatur kann die Eigenschaften von Bauteilen beeinflussen und sich auf die Lebensdauer und Funktion des Gesamtsystems auswirken. Deshalb muss bereits bei der Entwicklung ber\u00fccksichtigt werden, wie W\u00e4rme entsteht, verteilt und abgef\u00fchrt wird.<\/p>\n<h5>Mechanische Belastungen<\/h5>\n<p>St\u00f6\u00dfe, Vibrationen, Bewegungen oder wiederholte Belastungen k\u00f6nnen ebenfalls Einfluss auf die Zuverl\u00e4ssigkeit haben. Dabei geht es nicht nur um offensichtliche mechanische Komponenten.Auch Leiterplatten, L\u00f6tstellen, Steckverbinder und Kabel k\u00f6nnen mechanisch belastet werden.Besonders bei Wearables kommt hinzu, dass ein Produkt m\u00f6glicherweise regelm\u00e4\u00dfig bewegt, gebogen, angelegt und wieder abgenommen wird.<\/p>\n<h5>Elektrische Belastungen<\/h5>\n<p>Auch die elektrische Auslegung spielt eine wichtige Rolle.Spannungen, Str\u00f6me, Einschaltvorg\u00e4nge, Toleranzen und thermische Effekte m\u00fcssen zum vorgesehenen Einsatz passen.Ein Bauteil, das unter idealen Laborbedingungen funktioniert, ist nicht automatisch die beste Wahl f\u00fcr ein Produkt, das \u00fcber Jahre unter wechselnden Bedingungen betrieben werden soll.<\/p>\n<p><\/p>\n<h5>Umgebungsbedingungen<\/h5>\n<p>Je nach Anwendung k\u00f6nnen au\u00dferdem Feuchtigkeit, Schwei\u00df, Staub, Reinigungs- und Desinfektionsprozesse oder andere Umwelteinfl\u00fcsse relevant sein. Gerade bei Medizinprodukten m\u00fcssen solche Bedingungen m\u00f6glichst fr\u00fch in die Entwicklung einbezogen werden.<\/p>\n<h2>Die richtige Komponente f\u00fcr die richtige Anwendung<\/h2>\n<p>Ein wichtiger Teil von Design for Reliability ist deshalb die Auswahl geeigneter Komponenten.Dabei geht es nicht nur um die Frage:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eErf\u00fcllt dieses Bauteil unsere Spezifikation?\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Sondern auch:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eIst dieses Bauteil f\u00fcr unseren konkreten Einsatzfall langfristig geeignet?\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Neben den technischen Daten k\u00f6nnen beispielsweise Temperaturbereich, Belastbarkeit, Lebensdauer, Fertigungsqualit\u00e4t, Verf\u00fcgbarkeit und m\u00f6gliche Obsoleszenz eine Rolle spielen.<br \/>Auch vermeintlich kleine Entscheidungen k\u00f6nnen sp\u00e4ter gro\u00dfe Auswirkungen auf ein Produkt haben.Die g\u00fcnstigste Komponente ist deshalb nicht automatisch die wirtschaftlichste L\u00f6sung, wenn sie sp\u00e4ter zu Ausf\u00e4llen, \u00c4nderungen oder zus\u00e4tzlichen Tests f\u00fchrt.<\/p>\n<h2>Mechanik und Elektronik m\u00fcssen zusammenspielen<\/h2>\n<p>Bei der Entwicklung medizinischer Hardware darf au\u00dferdem nicht nur die einzelne Disziplin betrachtet werden.Elektronik und Mechanik beeinflussen sich gegenseitig.<br \/>Ein Bauteil kann elektrisch korrekt ausgelegt sein und trotzdem durch eine ung\u00fcnstige mechanische Konstruktion belastet werden. Ein Kabel kann beispielsweise durch wiederholte Bewegung beansprucht werden. Ein Steckverbinder kann mechanischen Kr\u00e4ften ausgesetzt sein. Eine Leiterplatte kann sich unter bestimmten Bedingungen verformen.<br \/>Deshalb betrachten wir das Produkt als Gesamtsystem.Die Frage ist nicht nur, ob jede einzelne Komponente funktioniert.Entscheidend ist, ob <strong>das Zusammenspiel der Komponenten<\/strong> unter den vorgesehenen Bedingungen zuverl\u00e4ssig funktioniert.<\/p>\n<h2>Tolerances<\/h2>\n<p>Ein weiterer wichtiger Punkt sind Toleranzen.In der Entwicklung betrachtet man h\u00e4ufig typische Werte. In der Realit\u00e4t liegen Komponenten und Fertigungsprozesse jedoch innerhalb bestimmter Toleranzbereiche.<br \/>Interessant wird es deshalb vor allem an den Grenzen:Was passiert, wenn mehrere Bauteile gleichzeitig am Rand ihrer Spezifikation liegen?Genau solche Betrachtungen helfen dabei, Schwachstellen bereits w\u00e4hrend der Entwicklung zu erkennen.Denn ein robustes Design sollte nicht nur unter idealen Bedingungen funktionieren, sondern auch mit den zul\u00e4ssigen Abweichungen umgehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2>Gute Entwicklung und gute Tests geh\u00f6ren zusammen<\/h2>\n<p>Design for Reliability bedeutet allerdings nicht, dass Tests \u00fcberfl\u00fcssig werden.<br \/>Im Gegenteil.Die Entwicklung legt fest, welche Anforderungen das Produkt erf\u00fcllen muss und unter welchen Bedingungen es zuverl\u00e4ssig funktionieren soll. Tests liefern anschlie\u00dfend den Nachweis.<br \/>Je nach Produkt k\u00f6nnen beispielsweise funktionale, elektrische, mechanische oder umweltbezogene Pr\u00fcfungen relevant sein. Auch Belastungs- und Lebensdauertests k\u00f6nnen eingesetzt werden, um Schwachstellen zu erkennen.<br \/>Dabei gilt f\u00fcr uns:<strong>Ein Test sollte nicht nur best\u00e4tigen, dass alles funktioniert. Er sollte dabei helfen, herauszufinden, wo die Grenzen des Designs liegen.<\/strong><br \/>Das Ziel ist nicht, m\u00f6glichst viele Tests durchzuf\u00fchren.Das Ziel ist, die richtigen Risiken zu erkennen und mit geeigneten Pr\u00fcfungen abzusichern.<\/p>\n<h2>Reliability ist eine Aufgabe des gesamten Entwicklungsprozesses<\/h2>\n<p>Am Ende l\u00e4sst sich Zuverl\u00e4ssigkeit deshalb nicht auf eine einzelne Entwicklungsdisziplin reduzieren.<br \/>Sie entsteht aus dem Zusammenspiel vieler Entscheidungen:<strong>Anforderungen \u2192 Systemarchitektur \u2192 Komponenten \u2192 Elektronik \u2192 Mechanik \u2192 Fertigung \u2192 Tests \u2192 Validierung<\/strong><br \/>Wenn bereits bei den Anforderungen wichtige Belastungen nicht ber\u00fccksichtigt werden, wird es sp\u00e4ter schwierig. Wenn Komponenten nicht zum Einsatzfall passen, helfen auch umfangreiche Tests nur begrenzt.Und wenn Fertigungsprozesse die konstruktiv vorgesehene Qualit\u00e4t nicht zuverl\u00e4ssig reproduzieren k\u00f6nnen, entsteht ebenfalls ein Problem.<br \/>Design for Reliability bedeutet deshalb f\u00fcr uns vor allem eines:<strong>Zuverl\u00e4ssigkeit von Anfang an mitzudenken.<\/strong><\/p>\n<h2>Unser Ansatz<\/h2>\n<p>Bei der Entwicklung medizinischer Hardware betrachten wir deshalb nicht nur den funktionierenden Prototypen.<br \/>Wir fragen fr\u00fchzeitig:<\/p>\n<ul>\n<li>Welche Belastungen treten im sp\u00e4teren Einsatz auf?<\/li>\n<li>Welche Komponenten sind daf\u00fcr geeignet?<\/li>\n<li>Wo k\u00f6nnen mechanische, elektrische oder thermische Schwachstellen entstehen?<\/li>\n<li>Welche Toleranzen m\u00fcssen ber\u00fccksichtigt werden?<\/li>\n<li>Und wie k\u00f6nnen wir durch geeignete Tests nachweisen, dass das entwickelte Produkt diese Anforderungen auch zuverl\u00e4ssig erf\u00fcllt?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Denn ein gutes Design zeichnet sich nicht nur dadurch aus, dass es funktioniert.<strong>Es ist so entwickelt, dass es auch dann zuverl\u00e4ssig funktioniert, wenn die Realit\u00e4t nicht den perfekten Laborbedingungen entspricht.<\/strong><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Prototyp funktioniert. 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Sie beginnt bereits bei der Entwicklung \u2013 mit den Anforderungen, der Auswahl der Komponenten und der Frage, welchen Belastungen das sp\u00e4tere Produkt tats\u00e4chlich ausgesetzt sein wird.<\/div><\/div><div class=\"thrv_wrapper tve_image_caption\" data-css=\"tve-u-1a0c3a2f5b5\"><span class=\"tve_image_frame\"><img decoding=\"async\" class=\"tve_image wp-image-13636\" alt=\"\" data-id=\"13636\" width=\"900\" data-init-width=\"1920\" height=\"506\" data-init-height=\"1080\" title=\"Design for Reliability Medizintechnik\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/medtech-ingenieur.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Design-for-Reliability-Medizintechnik.png\" data-width=\"900\" data-height=\"506\" style=\"aspect-ratio: auto 1920 \/ 1080;\"><\/span><\/div><div class=\"thrv_wrapper thrv_text_element\"><h2 class=\"\">Funktionieren \u2260 Zuverl\u00e4ssig<\/h2><div class=\"tcb-plain-text\">Ein einzelner erfolgreicher Funktionstest sagt zun\u00e4chst wenig \u00fcber die langfristige Zuverl\u00e4ssigkeit eines Produkts aus. 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Deshalb muss bereits bei der Entwicklung ber\u00fccksichtigt werden, wie W\u00e4rme entsteht, verteilt und abgef\u00fchrt wird.<br><br><\/p><h5 class=\"\">Mechanische Belastungen<\/h5><div class=\"tcb-plain-text\">St\u00f6\u00dfe, Vibrationen, Bewegungen oder wiederholte Belastungen k\u00f6nnen ebenfalls Einfluss auf die Zuverl\u00e4ssigkeit haben. Dabei geht es nicht nur um offensichtliche mechanische Komponenten.<\/div><div class=\"tcb-plain-text\">Auch Leiterplatten, L\u00f6tstellen, Steckverbinder und Kabel k\u00f6nnen mechanisch belastet werden.<\/div><div class=\"tcb-plain-text\">Besonders bei Wearables kommt hinzu, dass ein Produkt m\u00f6glicherweise regelm\u00e4\u00dfig bewegt, gebogen, angelegt und wieder abgenommen wird.<\/div><div class=\"tcb-plain-text\"><br><\/div><div class=\"tcb-plain-text\"><br><\/div><h5 class=\"\">Elektrische Belastungen<\/h5><div class=\"tcb-plain-text\">Auch die elektrische Auslegung spielt eine wichtige Rolle.<\/div><div class=\"tcb-plain-text\">Spannungen, Str\u00f6me, Einschaltvorg\u00e4nge, Toleranzen und thermische Effekte m\u00fcssen zum vorgesehenen Einsatz passen.<\/div><div class=\"tcb-plain-text\">Ein Bauteil, das unter idealen Laborbedingungen funktioniert, ist nicht automatisch die beste Wahl f\u00fcr ein Produkt, das \u00fcber Jahre unter wechselnden Bedingungen betrieben werden soll.<br><br><\/div><div class=\"tcb-plain-text\"><br><\/div><h5 class=\"\">Umgebungsbedingungen<\/h5><div class=\"tcb-plain-text\">Je nach Anwendung k\u00f6nnen au\u00dferdem Feuchtigkeit, Schwei\u00df, Staub, Reinigungs- und Desinfektionsprozesse oder andere Umwelteinfl\u00fcsse relevant sein. Gerade bei Medizinprodukten m\u00fcssen solche Bedingungen m\u00f6glichst fr\u00fch in die Entwicklung einbezogen werden.<\/div><div class=\"tcb-plain-text\"><br><\/div><div class=\"tcb-plain-text\"><br><\/div><h2 class=\"\">Die richtige Komponente f\u00fcr die richtige Anwendung<\/h2><div class=\"tcb-plain-text\">Ein wichtiger Teil von Design for Reliability ist deshalb die Auswahl geeigneter Komponenten.<\/div><div class=\"tcb-plain-text\">Dabei geht es nicht nur um die Frage:<\/div><div class=\"tcb-plain-text\"><br><\/div><blockquote class=\"\"><div class=\"tcb-plain-text\">\u201eErf\u00fcllt dieses Bauteil unsere Spezifikation?\u201c<\/div><\/blockquote><div class=\"tcb-plain-text\">Sondern auch:<\/div><blockquote class=\"\"><div class=\"tcb-plain-text\">\u201eIst dieses Bauteil f\u00fcr unseren konkreten Einsatzfall langfristig geeignet?\u201c<\/div><\/blockquote><div class=\"tcb-plain-text\">Neben den technischen Daten k\u00f6nnen beispielsweise Temperaturbereich, Belastbarkeit, Lebensdauer, Fertigungsqualit\u00e4t, Verf\u00fcgbarkeit und m\u00f6gliche Obsoleszenz eine Rolle spielen.<\/div><div class=\"tcb-plain-text\"><br><\/div><div class=\"tcb-plain-text\">Auch vermeintlich kleine Entscheidungen k\u00f6nnen sp\u00e4ter gro\u00dfe Auswirkungen auf ein Produkt haben.<\/div><div class=\"tcb-plain-text\">Die g\u00fcnstigste Komponente ist deshalb nicht automatisch die wirtschaftlichste L\u00f6sung, wenn sie sp\u00e4ter zu Ausf\u00e4llen, \u00c4nderungen oder zus\u00e4tzlichen Tests f\u00fchrt.<\/div><div class=\"tcb-plain-text\"><br><\/div><div class=\"tcb-plain-text\"><br><\/div><h2 class=\"\">Mechanik und Elektronik m\u00fcssen zusammenspielen<\/h2><div class=\"tcb-plain-text\">Bei der Entwicklung medizinischer Hardware darf au\u00dferdem nicht nur die einzelne Disziplin betrachtet werden.<\/div><div class=\"tcb-plain-text\">Elektronik und Mechanik beeinflussen sich gegenseitig.<\/div><div class=\"tcb-plain-text\"><br><\/div><div class=\"tcb-plain-text\">Ein Bauteil kann elektrisch korrekt ausgelegt sein und trotzdem durch eine ung\u00fcnstige mechanische Konstruktion belastet werden. Ein Kabel kann beispielsweise durch wiederholte Bewegung beansprucht werden. Ein Steckverbinder kann mechanischen Kr\u00e4ften ausgesetzt sein. Eine Leiterplatte kann sich unter bestimmten Bedingungen verformen.<\/div><div class=\"tcb-plain-text\"><br><\/div><div class=\"tcb-plain-text\">Deshalb betrachten wir das Produkt als Gesamtsystem.<\/div><div class=\"tcb-plain-text\">Die Frage ist nicht nur, ob jede einzelne Komponente funktioniert.<\/div><div class=\"tcb-plain-text\">Entscheidend ist, ob <strong>das Zusammenspiel der Komponenten<\/strong> unter den vorgesehenen Bedingungen zuverl\u00e4ssig funktioniert.<\/div><div class=\"tcb-plain-text\"><br><\/div><div class=\"tcb-plain-text\"><br><\/div><h2 class=\"\">Toleranzen<\/h2><div class=\"tcb-plain-text\">Ein weiterer wichtiger Punkt sind Toleranzen.<\/div><div class=\"tcb-plain-text\">In der Entwicklung betrachtet man h\u00e4ufig typische Werte. 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Er sollte dabei helfen, herauszufinden, wo die Grenzen des Designs liegen.<\/strong><\/div><div class=\"tcb-plain-text\"><br><\/div><div class=\"tcb-plain-text\">Das Ziel ist nicht, m\u00f6glichst viele Tests durchzuf\u00fchren.<\/div><div class=\"tcb-plain-text\">Das Ziel ist, die richtigen Risiken zu erkennen und mit geeigneten Pr\u00fcfungen abzusichern.<\/div><div class=\"tcb-plain-text\"><br><\/div><div class=\"tcb-plain-text\"><br><\/div><h2 class=\"\">Reliability ist eine Aufgabe des gesamten Entwicklungsprozesses<\/h2><div class=\"tcb-plain-text\">Am Ende l\u00e4sst sich Zuverl\u00e4ssigkeit deshalb nicht auf eine einzelne Entwicklungsdisziplin reduzieren.<\/div><div class=\"tcb-plain-text\"><br><\/div><div class=\"tcb-plain-text\">Sie entsteht aus dem Zusammenspiel vieler Entscheidungen:<\/div><div class=\"tcb-plain-text\"><strong>Anforderungen \u2192 Systemarchitektur \u2192 Komponenten \u2192 Elektronik \u2192 Mechanik \u2192 Fertigung \u2192 Tests \u2192 Validierung<\/strong><\/div><div class=\"tcb-plain-text\"><br><\/div><div class=\"tcb-plain-text\">Wenn bereits bei den Anforderungen wichtige Belastungen nicht ber\u00fccksichtigt werden, wird es sp\u00e4ter schwierig. Wenn Komponenten nicht zum Einsatzfall passen, helfen auch umfangreiche Tests nur begrenzt.<\/div><div class=\"tcb-plain-text\">Und wenn Fertigungsprozesse die konstruktiv vorgesehene Qualit\u00e4t nicht zuverl\u00e4ssig reproduzieren k\u00f6nnen, entsteht ebenfalls ein Problem.<\/div><div class=\"tcb-plain-text\"><br><\/div><div class=\"tcb-plain-text\">Design for Reliability bedeutet deshalb f\u00fcr uns vor allem eines:<\/div><div class=\"tcb-plain-text\"><strong>Zuverl\u00e4ssigkeit von Anfang an mitzudenken.<\/strong><\/div><div class=\"tcb-plain-text\"><br><\/div><div class=\"tcb-plain-text\"><br><\/div><h2 class=\"\">Unser Ansatz<\/h2><div class=\"tcb-plain-text\">Bei der Entwicklung medizinischer Hardware betrachten wir deshalb nicht nur den funktionierenden Prototypen.<\/div><div class=\"tcb-plain-text\"><br><\/div><div class=\"tcb-plain-text\">Wir fragen fr\u00fchzeitig:<\/div><ul class=\"\"><li><div class=\"tcb-plain-text\">Welche Belastungen treten im sp\u00e4teren Einsatz auf?<\/div><\/li><li><div class=\"tcb-plain-text\">Welche Komponenten sind daf\u00fcr geeignet?<\/div><\/li><li><div class=\"tcb-plain-text\">Wo k\u00f6nnen mechanische, elektrische oder thermische Schwachstellen entstehen?<\/div><\/li><li><div class=\"tcb-plain-text\">Welche Toleranzen m\u00fcssen ber\u00fccksichtigt werden?<\/div><\/li><li><div class=\"tcb-plain-text\">Und wie k\u00f6nnen wir durch geeignete Tests nachweisen, dass das entwickelte Produkt diese Anforderungen auch zuverl\u00e4ssig erf\u00fcllt?<\/div><\/li><\/ul><div class=\"tcb-plain-text\">Denn ein gutes Design zeichnet sich nicht nur dadurch aus, dass es funktioniert.<\/div><div class=\"tcb-plain-text\"><strong>Es ist so entwickelt, dass es auch dann zuverl\u00e4ssig funktioniert, wenn die Realit\u00e4t nicht den perfekten Laborbedingungen entspricht.<\/strong><\/div><\/div>","tve_custom_css":"@media (min-width: 300px){.tcb-post-list[data-css=\"tve-u-18d31773283\"] .post-wrapper.thrv_wrapper { width: calc(33.3333% - 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